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"Take
Off" Rega Basis Zürich in Dübendorf
Am Freitag, 9. Mai 2003, eröffnete
die Rega auf dem Gelände des Militärflugplatzes Dübendorf
ihre neue Zürcher Einsatzbasis. Sie ersetzt nach 30 Jahren
die Basis auf dem Kinderspital in Zürich.
Die mit der Rega Basis Basel baugleiche Basis Zürich (Dübendorf)
nahm ihren Anfang bereits im Jahr 2000 mit den Vorbereitungen. Die
Bewilligung erhielt die Rega im 2001 und im September 2002 erfolgte
der "Spatenstich".
Damit die Rega Basis Zürich auf dem Militärflugplatz Dübendorf
entstehen konnte, mussten einige Vorlagen eingehalten werden. So
ist die Basis Zürich nun eine reine Heli - Basis, ohne Jet
Operations, ohne technische Flüge oder Ausbildung. Die Starts
zu den Einsätzen sowie die Landungen auf der Basis erfolgen
in 4 genau definierten An- und Abflugrouten, welche nicht Lärmempfindlich
sind. Durch die Verschiebung des Standorts ist für die Stadt
Zürich dadurch eine grosse Lärmentlastung zu verzeichnen.
Einer der Gründe, weshalb die neue Basis nicht auf dem Flugplatz
Kloten gebaut wurde, findet sich in den ca. 1'000 Starts pro Jahr.
Bei jedem Einsatz der Rega hätte der Flugverkehr unterbrochen
werden müssen. Mit den Flugbewegungen der Luftwaffe in Dübendorf
gibt es diesbezüglich hingegen keine Konflikte.
Der in der Rega Basis Zürich zum Einsatz kommende Heli wird
bis ca. November 2003 die Agusta A 109 K2 sein. Ab ca. November
2003 wird die vierte Eurocopter EC-145 in Dübendorf ihren Dienst
aufnehmen können.
Am Wochenende vom 10. und 11. Mai 2003 stand die neue Rega Basis
allen interessierten offen. Bei gutem Wetter konnte die Rega an
beiden Tagen eine grosse Anzahl Besucher verzeichnen, welche sich
vom Rega - Team u.a. mit interessanten Infos verwöhnen liessen...
Technische Einzelheiten der neuen
Rega Basis
In neunmonatiger Bauzeit ist eine Rega Basis entstanden, die den
rund um die Uhr Dienst leistenden Einsatzcrews bestmögliche
Arbeits- und Aufenthaltsmöglichkeiten bietet. Das Basisgebäude
umfasst neben dem Heli Hangar Büroräume, einen Aufenthaltsraum,
Schlaf- und Sanitärräume für die Pikett Crew sowie
medizinische und technische Räume. Aus Lärmschutzgründen
verlängert eine markante Schallschutzwand den Büroschlaftrakt
zur Überlandstrasse hin - und setzt einen optischen Akzent.
Auf der Zürcher Basis sind im Schichtturnus vier fest angestellte
Helikopterpiloten und vier Rettungssanitäter beschäftigt.
Zudem befindet sich auf der Einsatzbasis rund um die Uhr ein Arzt
des Universitätsspitals Zürich.
Bei den Primäreinsätzen der Basis Zürich stehen die
Verkehrsunfälle an der Spitze, gefolgt von Arbeitsunfällen.
Die Mehrzahl der Einsätze entfällt jedoch auf Verlegungsflüge.
Dies ergibt sich aus der Funktion der Zürcher Zentrumsspitäler,
in die viele Patientinnen und Patienten aus kleineren Landspitäler
verlegt werden.
30 Jahre auf dem Flachdach des Kinderspitals
Zürich
Die Rega betreibt seit 1968 eine Einsatzbasis in Zürich; der
erste Heli des Typs Bell Jet Ranger 206-A war auf dem Flughafen
Zürich - Kloten stationiert. Das Nachflogemodell, ein Bell
Jet Ranger 206-B wurde dann im Jahr 1972 - zuerst versuchsweise
- auf dem Flachdach des Zürcher Kinderspitals stationiert.
Von einer Rega Basis im heutigen Sinn konnte man damals allerdings
noch nicht sprechen. Ihre erste Unterkunft bezog die Besatzung in
einer Wohnung in der Nachbarschaft des Spitals. Das Kerosin für
den Helikopter musste die Pikett Crew noch in Kanistern auf das
Dach schleppen.
Schon lange war indes klar, dass die "Kispi" Basis die
Wohnzone in der Stadt Zürich aus raumplanerischen und Umweltschutzgründen
eines Tages wieder verlassen muss. Mit dem Bau einer neuen Einsatzbasis
am Rand des Militärflugplatzes Dübendorf, auf dem die
Rega Gastrecht erhält, fand eine langwierige Evaluationsphase
ihren Abschluss.
Info zur Rega
Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega ist die grösste Luftrettungsorganisation
der Schweiz. 13 Helikopterbasen sind so über die Schweiz verteilt,
dass unter guten Flugbedingungen jeder Punkt im Land (Ausnahme:
Kanton Wallis) in 15 Flugminuten erreicht werden kann. Die drei
in Zürich-Kloten stationierten Ambulanzjets der Rega dienen
zur Rückführung von im Ausland Erkrankten oder Verunfallten.
Die Rega führt ausschliesslich Noteinsätze und Patientenflüge
durch. Sie ist Korporativmitglied des Schweizerischen Roten Kreuzes
(SRK). Sie ist eine private, nicht gewinnorientierte und finanziell
unabhängige Stiftung. Die Rega wird getragen von rund 1,6 Millionen
Gönnerinnen und Gönnern.
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